Antworten, die Zukunft schaffen sollen
Vom   Mi.  23.11.2011

Presseartikel vom 23.11.2011 - Odenwälder Echo

Demografie - Evangelische Fachhochschule Darmstadt lässt in Güttersbach und Rothenberg Einwohner befragen

Odenwaldkreis. Zahlreiche Haushalte des Mossautaler Ortsteils Güttersbach und der Kerngemeinde von Rothenberg werden in den nächsten Wochen Besuch von Mitarbeitern der Universität Marburg bekommen. Mit einer Befragung der Bewohner wollen die Wissenschaftler Aufschluss über Strukturen im ländlichen Raum gewinnen, die sich zur Sicherstellung einer örtlichen Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen eignen, welche vor allem im Alter gebraucht werden.

Die Marburger flankieren mit den Interviews eine Arbeit des Instituts für Zukunftsfragen in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt. in Zusammenhang steht beides mit den Bemühungen des Kreises und seiner Tochtergesellschaft Oreg, Vorkehrungen zur Bewältigung der demografischen Veränderungen im Kreisgebiet zu treffen. Wie vielfach berichtet, werden gerade in den ländlichen Teilen der Region Schwund und Alterung der Bevölkerung vorausgesagt. "Was die einzelnen Städte und Gemeinden, vor allem aber auch Bürger selbst tun können, um kleinere Ortschaften unter diesen Vorzeichen belebt und lebenswert zu erhalten, das wollen wir anhand der Beispiele von Rothenberg und Güttersbach herausfinden", ergänzte Anette Bergholz vom Erbacher Landratsamt auf ECHO-Nachfrage einen Hinweis der Landratsamts-Pressestelle auf das Projekt.

Von den Auskünften der Einwohner beider Ortschaften erhoffen sich die Forscher Anhaltspunkte dafür, welche Gruppen, Vereine und Einwohner-Netzwerke im ländlichen Raum üblicherweise zur Verfügung stünden oder leicht gebildet werden könnten, um als Anknüpfungspunkte für weitere Leistungen zu dienen. Andererseits soll sondiert werden, was vor allem älteren Bewohnern fehlt. Aus all dem praktische Gebrauchsmuster zu entwickeln, ist das Ziel des Projekts "Festival", das Bergholz für den Odenwaldkreis mit dessen Partnern koordiniert. Neben den beiden Hochschulen ist es das Unternehmen Handels-haus-Consult-GmbH, das sich um die Etablierung eines Freiwilligenengagements zur Stärkung innovativer ambienter Lebensstrukturen im Alter kümmert, für das die Abkürzung "Festival" steht. Ermöglicht wird dies durch Fördermittel des Bundesministeriums für Forschung und Bildung sowie weiterer Stellen.

"Der demografische Wandel führt zwangsläufig zu wachsendem  Versorgungs-bedarf in der Bevölkerung", merkt die Pressestelle des Odenwaldkreises dazu mit Hinweis auf die Bedürfnisse alter Menschen an. Besondere Aufmerksamkeit bedürfe hier zum einen die Ausstattung mit täglichen Gütern, zum anderen die medizinische Betreuung und Pflege älterer Menschen. Mit Blick darauf sollen über "Festival" unterschiedliche Konzepte geprüft werden, deren Umsetzung zur Sicherstellung der Nahversorgung sowie der Vernetzung bestehender Angebote beitragen kann. Hier versteht sich die Befragung in Güttersbach und Rothenberg auch im sinne+ einer Praxistauglichkeits-Kontrolle.

Wie der Odenwaldkreis wissen lässt, sind beide Ortschaften aufgrund ihrer Lage und strukturellen Eigenschaften ausgewählt worden. Sie befinden sich in Randlagen des Kreises vergleichsweise fern ab der Zentren, weisen aber eigenständige Versorgungsstrukturen auf. Wie vielfach berichtet, ist es Gütters-bach geglückt, über seine örtliche Kirchengemeinde den Dorfladen zu erhalten. Funktionierende Hotellerie und Gastronomie sowie Pflegeeinrichtungen sorgen für weitere Infrastruktur. Noch besser ist es um Rothenberg mit einer umfassen-den Eigenstruktur von Handel, Handwerk und Dienstleistung sowie ebenfalls medizinischen Ansätzen bestellt.

Die Ergebnisse der Befragung sollen nach der Auswertung in den beiden Ortschaften vorgestellt werden, verspricht der Odenwaldkreis. "Sie können als Grundlage für die Umsetzung der erarbeiteten Konzepte dienen, die wiederum gemeinsam mit den Bewohnern in Güttersbach und Rothenberg erfolgen soll", verspricht er den direkt Beteiligten einen konkreten Nutzen. Zudem könnten beide Orte dazu beitragen, schon heute einen zentralen Beitrag zur Gestaltung des demografischen Wandels im Odenwald leisten.


MDK Noten der Odenwälder Pflegeeinrichtungen
Vom   Di.  18.10.2011

MDK Noten der ambulanten und stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen des Odenwaldkreises zum Stichtag 01.07.2010 können Sie unter der Rubrik AUSWERTUNGEN nachlesen.  

 


Neuauflage des Seniorenwegweisers - Broschüre bietet vielerlei Informationen
Vom   Mi.  27.04.2011

"Mit der zweiten Auflage des Seniorenwegweisers, geben wir den Bürgerinnen und Bürgern wieder eine Orientierungshilfe im Hinblick auf den dritten Lebensabschnitt mit Auskünften über örtliche Angebote an die Hand", das sagte die Altenhilfe- und Sozialplanerin Anette Bergholz bei der Vorstellung des Konzeptes für das neue Werk im Gespräch mit dem Beauftragten für Arbeit und Soziale Sicherung Michael Vetter und Landrat Dietrich Kübler.

Die erste Auflage, veröffentlicht im Dezember 2008, war relativ schnell vergriffen, so dass eine Neuauflage notwendig wurde. Im neuen Wegwweiser, mit zahlreichen Bildern illustriert, bietet der Odenwaldkreis älteren Menschen und deren Angehörigen wichtige Informationen über Versorgungsangebote wie ambulante und stationäre Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Der Seniorenwegweiser richtet sich vor allem an Menschen, die durch das Älterwerden Veränderungen erfahren. Ungeachtet dessen spricht das Handbuch auch Angehörige oder Personen an, die diese Lebenslage beratend oder unterstützend begleiten. Auch allgemeine Informationen über im Kreisgebiet ansässige Beratungsdienste, Hilfen für zu Hause und Wohnmöglichkeiten vor Ort finden sich in der Broschüre.

Der Ratgeber kann mündlich oder schriftlich über die Internetseite des Odenwaldkreises und abgerufen, bestellt und ausgedruckt werden. Wer die Papierform bevorzugt, kann den Wegweiser auch direkt bei der Sozial- und Altenhilfeplanung anfordern, Telefon 06062 70-1577; E-Mail: a.bergholz@odenwaldkreis.de


Informationsveranstaltung "FESTIVAL"
Vom   Mi.  27.10.2010

Am 16. November lädt der Odenwaldkreis alle Bürger und Bürgerinnen zu der Informationsveranstaltung  "Festival - Eine Antwort auf den demographischen Wandel im Odenwald?" ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Seniorenresidenz Erbach, Alfred-Kehrer-Straße 1-4, 64711 Erbach.

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach Vorlage der Sozialraumanalyse / Bürgerbefragung 55+ durch die Evangelische Fachhochschule Darmstadt liegen nun Ergebnisse nicht nur zu den konkreten Wünschen und Bedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger des Odenwaldkreises vor, sondern auch ausgearbeitete Handlungsempfehlungen für den Kreis und die einzelnen Kommunen.

Wie geht es jetzt weiter? Welche Wege können wir gemeinsam in der Politik und Gesellschaft beschreiten, um dem demographischen Wandel aktiv zu begegnen? Besonders die Städte und Gemeinden im Odenwaldkreis sind vor neue Aufgaben gestellt, denn die zurückgehenden
Bevölkerungszahlen betreffen fast alle. Sie wirken sich auf verschiedene Bereiche unserer Daseinsvorsorge, nicht nur im Alter, sondern auch auf Bildung, Infrastruktur und Wirtschaft aus.

Wir wollen Sie informieren, wie der Kreis sich positioniert und laden Sie dazu am Dienstag, den 16.11.10 um 19:00 Uhr recht herzlich in die Seniorenresidenz Erbach ein.


Ein "Festival" als anspruchsvolles Forschungsvorhaben
Vom   Di.  28.09.2010

Presseartikel vom 22.09.2010 [Politik/Wirtschaft]

Eine erste Planungskonferenz führte dieser Tage zum offiziellen Einstieg in das Forschungsvorhaben mit dem zunächst einmal kurios anmutenden Titel „Festival“. Dahinter vorerst noch verborgen, soll bald eine anspruchsvolle Unternehmung aufblühen, die - Begriff in Langschrift gefasst - „Freiwilligenengagement zur Stärkung innovativer ambienter Lebensstrukturen im Alter“ heißt. Unter Leitung der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt (Fachbereich Pflege- und Gesundheitswissenschaft) sowie in Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität Marburg, dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO, Stuttgart), dem Handelshaus Consult GmbH (Marburg) und dem Odenwaldkreis sollen neue Versorgungsstrukturen in der Region entwickelt werden.




Odenwaldkreis möchte mit freiwilligem Engagement die Lebensstrukturen für die ältere Bevölkerung gestärkt sehen

Eine erste Planungskonferenz führte dieser Tage zum offiziellen Einstieg in das Forschungsvorhaben mit dem zunächst einmal kurios anmutenden Titel „Festival“. Dahinter vorerst noch verborgen, soll bald eine anspruchsvolle Unternehmung aufblühen, die - Begriff in Langschrift gefasst - „Freiwilligenengagement zur Stärkung innovativer ambienter Lebensstrukturen im Alter“ heißt.
Unter Leitung der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt (Fachbereich Pflege- und Gesundheitswissenschaft) sowie in Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität Marburg, dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO, Stuttgart), dem Handelshaus Consult GmbH (Marburg) und dem Odenwaldkreis sollen neue Versorgungsstrukturen in der Region entwickelt werden. Finanzielle Förderung erhält das Projekt – eines von acht vergleichbaren in Deutschland - durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Kreisverwaltung  in Erbach will den Veränderungen durch die Auswirkungen des demografischen Wandels aktiv begegnen. Die Projektgruppe, in der Querschnittsbereiche des Landratsamtes mit ihren Abteilungen vernetzt sind, sucht nun nach einem geeigneten Investor, der einen zentralen Standort in einer kleinen Kommune des Kreises unterstützt. Dabei kann es sich um eine soziale oder ähnliche Einrichtung handeln, aber auch um eine Stadt oder Gemeinde. Gedacht wird dabei vor allem an die Verknüpfung auf verschiedenen Gebieten wie Dienstleistungen in der Pflege, medizinische Versorgung, Einrichtung eines Ortsmittelpunktes, wo sich Alt und Jung treffen könnten, und vielleicht auch an eine Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs.
Als Grundlage von „Festival“ dienen die Ergebnisse aus der Sozialraumanalyse (Bürgerbefragung 55 plus), im Odenwaldkreis Anfang dieses Jahres unter Federführung der Interessengemeinschaft Odenwald (IGO) vorgenommen. Die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen für Kreis und Kommunen sollen nun konkret umgesetzt werden.
Kernziel ist die Steigerung der Lebensqualität zur Wahrung der Selbstständigkeit und Würde älterer Menschen. Mit aktuellen Methoden aus Medizin und Wissenschaft soll die Zukunft im ländlichen Raum neu erforscht und politisches Handeln den veränderten Bedürfnissen angepasst werden. Insbesondere regionale Selbstorganisation und die Stärkung des Freiwilligenengagements zur Sicherung des sozialen Netzes sollen in einer Kommune des Kreises beispielhaft gestärkt werden. Eine Erkundungstour im Kreisgebiet eröffnete den beteiligten Partnern Einblicke in die Region und mögliche Standorte.
Interessierte können Kontakt aufnehmen mit der Altenhilfe- und Sozialplanerin des Odenwaldkreises Anette Bergholz, Tel. 06062 70-1577; E-Mail: a.bergholz@odenwaldkreis.de




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